B

Beanspruchungsgerechtigkeit / Sicherheit
Was versteht man unter sicherer und beanspruchungsgerechter Konstruktion?

Beanspruchungsgerechtes Konstruieren erfolgt getreu dem Motto: "So wenig wie möglich, so viel wie nötig". Die Sicherheit steht im Vordergrund, jedoch sollte dem Thema Materialeffizienz genügend Beachtung dargebracht werden.

Bedienungsanleitung mit Hinweisen zum Nutzerverhalten
Wie helfen Hinweise in der Bedienungsanleitung beim Ressourcensparen?

Das Nutzerverhalten hat bei vielen Produkten einen wesentlichen Einfluss auf die Ressourceninanspruchnahme in der Nutzungsphase, aber auch auf die Produktlebensdauer und folglich auf Ressourceninanspruchnahme im gesamten Lebensweg. Ressourceneffizienzpotenziale in der Nutzungsphase liegen im Vermeiden von Fehlbedienung, Fehlnutzung und Ausfall der Produktfunktionen durch Beschädigung. Beispiele: Hinweise zum Laden für Akkus, zum Energiebedarf im Betrieb und Stand-By, zum Einfluss der Nutzungsart auf die Abnutzung der Produktkomponenten, zur Wartung, zu Reparaturmöglichkeiten und zur Entsorgung.

D

Detaillierte Arbeitsanleitungen / geregelte Schichtübergabe
Was bringt eine detaillierte Arbeitsanleitung und eine geregelte Schichtübergabe?

Detaillierte schriftliche Arbeitsanleitungen helfen bei der Vermeidung von Fehlern. Beispiel: Dosieranleitung in klaren Maßeinheiten wie Kilogramm oder Liter und nicht in Anzahl Schaufeln oder Anzahl Eimer. Die Schichtübergabe ist ein wichtiger Ansatzpunkt zur Vermeidung von Fehl- und Doppelbearbeitungen, für stabile Prozesse, für Aufdeckung von Potenzial zur Prozessoptimierung und für eine lernende Organisation.

Dimensionierung der Fertigungsmittel
Welche Strategie hilft bei der Dimensionierung von Fertigungsmitteln?

Produktstrategien wie "Leichtbauweise" und "Beanspruchungsgerechtigkeit / Sicherheit" können auch auf Fertigungsmittel angewendet werden. Beispiel: Minimierung von Warenträgern beim Galvanisieren in Bezug auf Transportgewicht, spezifische Wärmekapazität, Abtropfverhalten und Reinigung.

E

Effiziente Reinigung
Was versteht man unter effizienter Reinigung?

Wesentliche Einflüsse auf die Art und Menge von Reinigungsmitteln haben die Produktgestaltung und der Fertigungsprozess. Maßnahmenbeispiele: passend angeordnete oder schmutzabweisende Oberflächen, Trennung von Grob- und Feinreinigung oder Kaskadenreinigung, Reinigung direkt vor dem Prozess, der gereinigtes Material benötigt, keine Doppelreinigung, optimales Reinigungsmittel.

Effizienter Transport
Was ist Transporteffizienz?

Transporteffizienz ist eine Kenngröße in der Logistik, mit der ein möglichst schneller und kapazitätsreicher Gütertransport oder Personenverkehr bei möglichst geringem Energieverbrauch bezeichnet ist. Einflüsse: Transportmittelart, Transportentfernung (Anordnung der Fertigungsprozesse), Leerfahrten, Stapelbarkeit des Transportgutes, benötigtes Verpackungsvolumen, Optimierung der Bestell- bzw. Liefermengen.

Eindeutige und vollständige Produktdokumentation
Warum lohnt sich eine eindeutig und vollständig gestaltete Produktdokumentation?

Eine eindeutige und vollständige Produktdokumentation vermindert Ausschuss und Nacharbeit. Sie bildet die Basis für Analysen und Verbesserungsmaßnahmen sowie für die Eingrenzung der fehlerhaften Produktmenge bei einer Fertigungsstörung oder einem Fertigungsfehler.

F

Fertigungsgerechte Produktgestaltung
Wie können Produkte fertigungsgerecht gestaltet werden?

Neben der Ausschöpfung von Effizienzpotenzialen im Fertigungsprozess selbst können durch Design for Manufacturing Ausschuss und Nacharbeit vermindert werden. Beispiele: Kleben anstelle von Schrauben oder Nieten, gleiche Verbindungselemente und damit Werkzeuge bei der Montage, Nutzung von Produktbestandteilen als Aufnahme oder Anschlag, verdrehsichere Produktkonturen. Zielkonflikte im Recycling und beim Materialverbrauch können dabei auftreten.

Fertigungsprozessauswahl / -optimierung
Was bewirkt die Auswahl und Optimierung von Fertigungsprozessen?

Fertigungsprozessoptimierung (Prozessentwicklung) entspricht dem Entwickeln neuer Prozesse und der Parameteroptimierung. Dadurch wird gezielt auf z. B. geringere Ausschussraten, höhere Materialausnutzung und geringeren Verarbeitungsaufwand. Die Fertigungsprozessauswahl erschließt sich aus dem Vorhandensein alternativer Betriebsmittel und Fertigungsverfahren. Beispiel: aufbauende / additive statt herauslösende / herausarbeitende / subtraktive Herstellung von Produktstrukturen. Der Effizienzvergleich alternativer Fertigungsverfahren kann auch die Berücksichtigung der Aufwände für die Herstellung der Rohmaterialien benötigen.

Fertigungsprozessbezogene Kreislaufführung
Was versteht man unter fertigungsprozessbezogener Kreislaufführung?

Kreislaufführung von Materialien kann inner- und außenbetrieblich erfolgen. Sie sollte erst nach der Vermeidung von Reststoffen Anwendung finden und auch in der Menge des kreislaufgeführten Stoffstromes als stets verbesserungswürdig angesehen werden. Beispiele: Aufbereitung und Rückführung von Hilfsstoffen (z. B. Gießereisand, Kühl- und Spülwasser) oder prozessbedingten Reststoffe (Verschnitt, Anguss, Kupfer in Ätzlösung).