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Bild: Siegfried Schmid

Siegfried Schmid

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Dipl.-Ing. TU Technische Gebäudeausrüstung, Geschäftsführer
iecos
Geschäftlich:

Hallensportbad Biberach

Rahmensituation

In Hallen- wie Freibädern lässt sich viel Energie sparen, wenn die Technik auf neuestem Stand und intelligent gesteuert ist. Das unterstreichen auch die Ergebnisse der Opti­mierungen vom Frei- und Hallensportbad der Stadtwerke Biberach. Das neu gebaute Hallensportbad wurde im September 2008 eröffnet und ab Mai 2009 zusammen mit dem bestehenden Freibad betrieben. Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung waren die Bäder (energie-)technisch auf aktuellem Stand. Inzwischen ergaben sich dank der immer höher entwickelten Technik Möglichkeiten, Optimierungs­maß­nahmen einzuleiten, die sich in kurzer Zeit  amortisieren.

Beschreibung der Gebäude

Das Hallensportbad versorgt das Freibad über eine Energiezentrale mit Wärme. Es ist ganzjährig geöffnet und verzeichnet etwa 140.000 Besucher. Das Freibad, das von Anfang Mai bis Mitte September geöffnet ist, besuchen rund 42.000 Besucher pro Jahr. Die drei Becken (Lehrschwimm-, Sprung- und Schwimmerbecken) im Hallensportbad haben eine Wasserfläche von rund 730 Quadratmetern, das Freibad mit Eltern-Kind-Bereich 1350 Quadratmeter.

Maßnahmen: Pumpen und Wasser

  • acht Umwälz- und Attraktionspumpen im Freibad demontiert und entsorgt, Einbau hocheffizienter Beckenwasser- und Attraktionsumwälzpumpen mit Frequenzumrichter
  • neuer Brunnen im Freibad
  • neue Zähler für Wasser, Wärme und Strom mit automatischer Erfassung per MBUS-Technik
  • Verknüpfung der gesamten Technik, wodurch sich die verschiedenen Systeme je nach Bedarf (z. B. Außentemperatur, Besucherzahl) automatisch abstimmen und die gesamten Anlagen effizient steuern

Maßnahmen: Gebäude und Anlagen

  • Erweiterung  der Gebäudeleittechnik: verbesserte Bedienbarkeit und übersichtlichere Anlagentechnik
  • Regelungstechnik für neue Anlagentechnik erweitert (größere Bedieneinheiten an den Schaltschränken)
  • rechnergesteuerte Gebäudeleittechnik mit modernster Software: Erzeugung und Verbrauch bedarfsgesteuert

Maßnahmen: Wärme und Luft

  • Erzeugung von Wärme mit drei Blockheizkraftwerken und Spitzenlastkessel optimiert
  • Lüftungsanlagen verbessert (teilweise mit Wärmepumpe)
  • Vorlauftemperatur der Nahwärmezuleitung des Freibades orientiert sich am Bedarf
  • geänderte Verteilung der Wärme um Rücklauftemperaturen zu minimieren.

Regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiter der beiden Bäder sichern die Umsetzungen der Optimierungen.

Projekt in Zahlen

Einsparungen pro Jahr:
101.690 € netto

Hallenbad:
Nutzwärme – 36 Prozent, entspricht 1071 MWh
Verbraucher Strom – 47 Prozent, entspricht 397 MWh
Wasser – 23 Prozent, entspricht 5503 m³

Freibad:
Nutzwärme – 36 Prozent, entspricht 1071 MWh
Verbraucher Strom – 47 Prozent, entspricht 397 MWh
Wasser – 23 Prozent, entspricht 5503 m³

Jährliche CO2-Einsparung:
29,5 Prozent oder 269,5 Tonnen im Jahr

Jährliche Energiekosten vor Sanierung
302.349 € netto

Einmalige Investitionen (inkl. Planung)
394.154 € netto

Hallensportbad Biberach